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Raspberry Pi 5 im Check: Der Mini-Computer für Smart Home, Server und Bastelprojekte

Der Raspberry Pi ist der bekannteste Einplatinencomputer der Welt und Herzstück unzähliger Projekte – vom Home-Assistant-Server über den Werbeblocker fürs Heimnetz bis zur Retro-Spielkonsole. Die fünfte Generation ist deutlich schneller als ihr Vorgänger. Wir zeigen, was sie kann, welches Zubehör Sie wirklich brauchen und wie Sie Kosten realistisch planen.

Raspberry Pi 5 – EinplatinencomputerEinplatinencomputer
Raspberry Pi 5 · Foto: SimonWaldherr, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Das Wichtigste in Kürze

Urteil
8,7/10 – Sehr gut
Ideal für
Smart-Home-Server (z. B. Home Assistant)
Größte Stärke
Deutlich schneller als der Raspberry Pi 4 (Cortex-A76, 2,4 GHz)
Größte Schwäche
Braucht ein 27-W-USB-C-Netzteil für volle Leistung
Preis
ab 65 €
8,7von 10
Kaufklar-Urteil
Sehr gut

Der Raspberry Pi 5 ist der leistungsfähigste und vielseitigste Raspberry Pi bisher. PCIe-Anbindung für NVMe-SSDs, Echtzeituhr und Einschalttaste machen ihn zu einem ernstzunehmenden Mini-Server. Netzteil, Kühler und Speicher kosten extra, und die Preise sind 2026 wegen der Speicherknappheit deutlich gestiegen.

Ideal für

  • Smart-Home-Server (z. B. Home Assistant)
  • Netzwerkdienste wie Pi-hole oder VPN
  • Lernprojekte, Elektronik und Robotik

Weniger geeignet für

  • Ersatz für einen vollwertigen Desktop-PC
  • Wer ein fertiges Plug-and-play-Gerät erwartet
  • Sehr knappe Budgets – Zubehör mitrechnen
ab 65 €Richtpreis inkl. MwSt. Tagesaktuellen Preis bitte im Shop prüfen.
Händler bei Raspberry Pi finden

Teilnoten

Verarbeitung & Material 25 %
8,8
Leistung & Funktion 35 %
9,2
Bedienung & Alltag 20 %
8,0
Preis-Leistung 20 %
8,4

Gesamtnote aus gewichteten Teilnoten. So bewerten wir

Stärken

  • Deutlich schneller als der Raspberry Pi 4 (Cortex-A76, 2,4 GHz)
  • PCIe-2.0-Schnittstelle für NVMe-SSDs
  • Zwei 4K60-Bildschirme, zwei USB-3.0-Ports, Gigabit-LAN
  • Eingebaute Echtzeituhr und Einschalttaste
  • Riesige Community, unzählige Anleitungen

Schwächen

  • Braucht ein 27-W-USB-C-Netzteil für volle Leistung
  • Aktiver Kühler unter Last empfehlenswert
  • Preise 2026 wegen RAM-Knappheit deutlich gestiegen

Leistung: Ein großer Schritt nach vorn

Mit vier Cortex-A76-Kernen bei 2,4 GHz ist der Pi 5 laut Fachtests im Alltag deutlich flotter als der Raspberry Pi 4. Ein grafischer Desktop mit Browser fühlt sich erstmals einigermaßen flüssig an, und Serveraufgaben wie Home Assistant, Datenbanken oder Medienserver profitieren spürbar.

Die größte Neuerung für Fortgeschrittene ist die PCIe-2.0-Schnittstelle: Über eine passende Aufsteckplatine (HAT) lässt sich eine NVMe-SSD anbinden. Das ist um ein Vielfaches schneller und zuverlässiger als eine microSD-Karte – für Dauerbetrieb eine klare Empfehlung.

Das Zubehör ist Pflicht

Der nackte Pi ist nur die Platine. Für einen stabilen Betrieb brauchen Sie:

  • Netzteil: Das offizielle 27-W-USB-C-Netzteil liefert die geforderten 5,1 V bei 5 A. Schwächere Netzteile führen zu Drosselung und begrenzen die Leistung der USB-Ports.
  • Kühlung: Unter Dauerlast wird der Prozessor warm. Der offizielle „Active Cooler“ oder ein Gehäuse mit Lüfter verhindert Leistungsdrosselung.
  • Speicher: Eine hochwertige microSD-Karte für den Einstieg, besser eine NVMe-SSD mit HAT für Dauerbetrieb.
  • Gehäuse und Kabel: micro-HDMI-Kabel für Bildschirme, ein Gehäuse zum Schutz der Platine.

Preise 2026: Was ist passiert?

Die weltweite Knappheit bei Arbeitsspeicher hat die Preise für den Pi 5 seit Ende 2025 mehrfach steigen lassen, besonders bei den Varianten mit 8 und 16 GB RAM. Gleichzeitig gibt es inzwischen eine günstige Einstiegsvariante mit 1 GB.

Unser Tipp

Für Home Assistant, Pi-hole oder einen VPN-Server reichen 2 bis 4 GB RAM völlig. 8 oder 16 GB lohnen sich nur für Desktop-Nutzung, Container-Setups oder Medienserver mit vielen Diensten.

Beliebte Projekte

  • Home Assistant: Die zentrale Steuerung fürs Smart Home – lokal und ohne Cloud.
  • Pi-hole: Blockiert Werbung und Tracker im gesamten Heimnetz.
  • NAS und Medienserver: Mit NVMe-SSD als sparsamer Dateiserver.
  • Retro-Gaming: Emulation klassischer Konsolen.
  • Elektronik lernen: Sensoren, LEDs und Motoren über die GPIO-Pins ansteuern.

Technische Daten

ProzessorBroadcom BCM2712, 4 × Arm Cortex-A76, 2,4 GHz
GrafikVideoCore VII, 2 × micro-HDMI (je 4K60)
Arbeitsspeicher1, 2, 4, 8 oder 16 GB LPDDR4X
ErweiterungPCIe 2.0 x1 (für NVMe per HAT), 40-Pin-GPIO
Anschlüsse2 × USB 3.0, 2 × USB 2.0, Gigabit-Ethernet, microSD
FunkWLAN 802.11ac (Dualband), Bluetooth 5.0
ExtrasEchtzeituhr (RTC), Einschalttaste
StromversorgungUSB-C, empfohlen: offizielles 27-W-Netzteil (5,1 V / 5 A)
Herstellerangaben (Raspberry Pi Ltd). Preise schwanken 2026 stark je nach RAM-Ausstattung.

Preis & Verfügbarkeit in DE, AT, CH und NL

Der aktuelle Richtpreis liegt bei ab 65 € (Stand 10. Oktober 2026). Wählen Sie Ihr Land für die wichtigsten Kauf-Informationen:

Erhältlich bei zugelassenen Raspberry-Pi-Händlern („Approved Resellers“) und im Elektronik-Fachhandel. 14 Tage Widerrufsrecht bei Online-Käufen. 2 Jahre gesetzliche Gewährleistung; in den ersten 12 Monaten wird vermutet, dass ein Mangel schon bei Übergabe vorlag.

Alternativen

Mit Tastatur

Raspberry Pi 500

Der Pi-5-Rechner fest eingebaut in eine Tastatur – ideal als einfacher Lern- und Desktop-Computer.

Mini-PC

Intel-N-Serie-Mini-PC

Für Server-Aufgaben oft ähnlich teuer wie ein voll ausgestatteter Pi 5, dafür mit Gehäuse, SSD und x86-Kompatibilität.

Kleiner

Raspberry Pi Zero 2 W

Winzig und sparsam für einfache Aufgaben wie Sensoren oder Kameras.

Häufige Fragen

Welches Netzteil brauche ich für den Raspberry Pi 5?
Empfohlen ist das offizielle 27-W-USB-C-Netzteil (5,1 V / 5 A). Damit läuft der Pi ohne Drosselung und kann angeschlossene USB-Geräte voll versorgen.
Wie viel RAM brauche ich?
Für Home Assistant, Pi-hole und ähnliche Dienste genügen 2–4 GB. Mehr lohnt sich für Desktop-Nutzung oder viele parallele Container.
Kann ich eine SSD anschließen?
Ja. Über die PCIe-Schnittstelle und eine passende Aufsteckplatine (z. B. M.2 HAT+) lässt sich eine NVMe-SSD betreiben.

Fazit: Lohnt sich der Raspberry Pi 5?

Der Raspberry Pi 5 ist das Werkzeug der Wahl für Smart-Home-Server, Netzwerkdienste und Lernprojekte. Planen Sie Netzteil, Kühlung und Speicher von Anfang an ein – dann bekommen Sie einen zuverlässigen, sparsamen Mini-Computer mit riesiger Community.

ab 65 €Richtpreis inkl. MwSt. Tagesaktuellen Preis bitte im Shop prüfen.
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